mod’s hair TALK: Interview mit Modedesigner Julio Cesar Battaglia

„It is time not to be dressed like everyone else!”

In mitten von Motoren und Stoßstangen ist ein Laufsteg aufgebaut und Scheinwerfer beleuchten metallisch glänzende Autoteile. Kein Unternehmen sonst schafft es, eine so authentische Atmosphäre für seine Show zu erschaffen, wie Mercedes Benz. Zu einer besonderen Show gehört auch ein außergewöhnlicher Modedesigner. Julio Cesar Battaglia setzt auf individuelle Looks, Qualität und einzigartige Designs. Innerhalb von drei Jahren hat Battaglia ein Modelabel aufgebaut, das mit Individualität, Eleganz und hochwertiger Verarbeitung überzeugt. Wir trafen Ihn und er erzählte uns wie er von Sportwissenschaften zur Mode gekommen ist. Und wie er es geschafft hat, dass sein Label jetzt auch auf der Fashion Week Berlin präsentiert wurde.

Fotos: Gregor Haase & Stephan Bär


Im Sprinterwerk in Düsseldorf trifft Mode auf Industrie. Gemeinsam mit dem Label „Showstars“ des argentinischen Designers Julio Cesar Battaglia entstand eine Fashionshow der besonderen Art. Die Models präsentierten elegante Abendkleider, Bikinis und Outfits von Julio Cesar Battaglia selbst und Designern wie Carina Shkuró, Vincenta Bolo und Miranda Konstantinidou.

Das Team von mod’s hair stylte die Models und machte sie bereit für eine Modenschau, wie sie zuvor niemand erlebt hat. Gemeinsam mit 150 Gästen aus Politik, Mode, Industrie und Medien feierten das Team, die Models und die Designer zusammen „Individualität, Emotionen, Freiheit und den eigenen Charakter“, so Dr. Julio Cesar Battaglia.

Battaglia by Showstars veranstaltete bereits zahlreiche Shows in Großstädten wie Tokio, Moskau, New York, Madrid, Paris oder London. Seit 2011 entstanden bereits 120 Kleider aus knapp 10 Haute Couture-Kollektionen und zwei Prêt-à-Porter Linien, die die Besucher der Shows begeisterten. Innerhalb von drei Jahren baute Battaglia ein Label auf, das mit Individualität und Eleganz, Luxus und hochwertiger Verarbeitung überzeugt.

 

MOD’S HAIR: Wie hat alles angefangen? Was haben Sie studiert?
JULIO CESAR BATTAGLIA: Ehrlich gesagt habe ich vieles studiert und auch total unterschiedliche Dinge. Zuerst Sportwissenschaften, Philologie und dann soziale Psychologie. Daraufhin habe ich meine Doktorarbeit in Sportwissenschaft abgelegt, im Jahr 2009 habe ich dann erst Modedesign studiert.

MH: Von Sportwissenschaften zur Mode? Sehr ungewöhnlich – wie kam es dazu?
JCB: Begonnen hat alles im Jahr 2006, als ich durch einer meiner Tätigkeiten im internationalen Fußball-Management Models aus Argentinien kennen lernte. Ich interessierte mich sehr für die Modebranche und bin dann als Verantwortlicher für Südeurope und Südamerika bei einer Modelagentur in Köln eingestiegen. Ein Jahr später habe ich in Spanien viele Misswahlen veranstaltet. Hier kam ich dann auch in Kontakt mit vielen Modedesignern, denn diese stellten immer ihre Entwürfe für die Misswahlen zur Verfügung. Die Kleider begeisterten mich so sehr, dass ich mich kurz darauf entschied ein Fernstudium als Designer zu starten.

MH: Wie viele Kollektionen haben Sie seitdem entworfen?
JCB: 2011 habe ich meine ersten Designs vorgestellt; 2012 eine Kollektion von 12 Kleidern und seit 2013 konzentriere ich mich nur auf das Design. Im Januar 2014 hatte ich eine kleine Show auf der Berlin Fashion Week, am 08. Juli 2014 war ich offizieller Veranstalter bei der Berlin Fashion Week mit dem Konzept Showstars Berlin – „Culture meets Fashion“ – bei dem zehn junge Designer meine Show begleiteten. Insgesamt waren es so ungefähr zehn Haute Couture-Kollektionen (ca. 120 Outfits) und zwei sportlich elegante Kollektionen.

MH: Wo stellen Sie Ihre Mode aus/Wo präsentieren Sie Ihre Entwürfe?
JCB:  Bisher auf Modeschauen, Events und auf der Fashion Week Berlin. Demnächst wird die neue Kollektion in verschiedenen Multilabel Stores weltweit angeboten. Unter anderem in Berlin, Tokio, Moskau, Madrid, New York, London, Paris und Mailand und hoffentlich auch in Düsseldorf.

MH: Wovon lassen Sie sich inspirieren?
JCB: Meist lasse ich mich von meinen Gefühlen leiten. Ich schaue mir die neuesten Stoffe an und lasse mich von den Stoffen selbst inspirieren. Man könnte sagen die Stoffe sprechen mit mir und ich übertragen das später auf meine Entwürfe. Also zuerst sehe ich einen Stoff und im Anschluss entwerfe ich daraus erst ein Kleid.

MH: Was macht ein perfektes Kleid für Sie aus?
JCB: Am wichtigsten ist, dass man dem eigenen Stil treu bleibt. Man sollte sich wohl fühlen in dem was man trägt und muss nicht jeden Trend mitmachen. Das beste Kleid ist für mich ein Kleid, dass den Köper perfekt betont und den Charakter der Trägerin unterstreicht.

MH: Was ist die Botschaft Ihrer Mode?
JCB: Meine Mode steht für Freiheit, Charakter, Emotionen und besonders für Individualität. Denn jeder Mensch ist einzigartig und genau das Gleiche gilt für meine Entwürfe.

Vielen Dank für das Interview!

 

 

 

 

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